Wissen im Modell 30. März 2009
Wissen entsteht nicht aus dem Nichts, im Modell setzt es sich aus hierarchisch klassifizierten Bausteinen zusammen (vgl. Wikipedia): Durch die Zusammensetzung diskreter Symbole bzw. Zeichen werden nach Syntaxregeln Daten zusammengefügt und damit speicher- und übermittelbar. Daten werden zu Information, wenn ihnen eine Bedeutung und ein Zusammenhang („Kontext“) zugeordnet wird. Wissen entsteht durch die Verknüpfung von Informationen durch den Menschen als Wissensträger, Voraussetzung hierfür ist i.d.R. Hintergrundwissen über die Zusammenhänge, in denen die Informationen zueinander stehen. Bodendorf skizziert die aufeinander aufbauenden Ebenen sehr anschaulich in folgender Skizze:

Wissenmodell
Abb. 2: Schema des hierarchischen Wissensmodells (Bodendorf 2006, S. 10)
Wissen entsteht also erst durch die Verknüpfung von Informationen (und ggf. weiterem Vorwissen) in einer Art „Erkenntnisakt“ des Wissensträgers. In Bezug auf Nutzung einer Suchfunktion lässt sich dies so übertragen: Die Benutzung allein, also das Stellen einer Suchanfrage erzeugt kein Wissen. Erst der Nutzer kann die zusammengetragenen Informationen aus den Suchergebnissen miteinander und mit seinen eigenen Kenntnissen verknüpfen und so neues Wissen erzeugen oder sich bereits bestehendes Wissen aneignen.
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